• +41 41 982 04 11
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Mo - Fr 08:00 - 17:00
Erst die Unternehmensmission - dann die Prozessplanung

Erst die Unternehmensmission - dann die Prozessplanung

Eine eigene Unternehmensmission ist in Mode. Aber sie macht nur Sinn, wenn Betriebe die Umsetzung in einem iterativen Prozess strukturiert angehen.

Unternehmensmission: Weniger reden, mehr machen
Ohne Vision geht heute nichts mehr. Ein Unternehmen muss mehr sein als ein produktiver Betrieb. Es braucht ein Statement, es braucht den Blick, der fokussiert in die Weite schaut. Wer aber immer nur über die Zukunft nachdenkt, der vergisst schnell, etwas in der Gegenwart zu bewegen.

Erst gross denken – dann strukturiert handeln
Kein Unternehmen muss so prophetische Aussagen treffen wie Apple-Gründer Steve Jobs es gern auf seinen Präsentationen tat. „Think different“ ist der Slogan des Imperiums, dahinter verstecken sich viele Visionen. Die Idee, sich als Unternehmen einer Mission zu verschreiben, ist nach und nach auch in europäischen Betrieben angekommen. Das weite Feld der Digitalisierung macht es vor, gefühlt jedes zweite Unternehmen verschreibt sich in beliebiger Form dem Thema: Der digitale Arbeitsplatz, digitale Kommunikation oder die digital gesteuerte Produktion. Die „papierlose Fertigung“ ist ein Ableger in der Sparte der digitalen Industrie. „Mission 2020 – Papierlose Fertigung“ lautet dann beispielsweise der griffige Slogan, der sich wunderbar für eine Pressemeldung eignet und vielleicht sogar seinen (vorübergehenden) Platz im Corporate Design findet. Zur Unternehmensmission gehören interdisziplinäre Arbeitstreffen, in denen die nächsten Schritte besprochen und Wünsche, Anregungen und Schwierigkeiten aus den verschiedenen Arbeitsbereichen aufgenommen werden. Und was folgt dann zumeist? Schweigen. Auf die grossen Ideen folgt im Detail oft wenig, denn zumeist ist die Umsetzung von einer Unternehmensmission doch zeitaufwändiger und arbeitsintensiver als angenommen: So ist der Schritt von der klassischen Produktion hin zur digital gesteuerten Fertigung eben doch ein sehr grosser. Also was ist zu tun?

Schritt für Schritt und mit dem Plan in der Tasche in die Zukunft gehen
Anstatt von Null auf 100 Visionen zu erdenken, die sich dann als zu gross herausstellen, tun Unternehmen gut daran, Schritt für Schritt vorzugehen. Auch Unternehmensvisionen sind dem iterativen Prozess unterworfen. Um beispielsweise die Fertigung in Unternehmen dem digitalen Wandel anzupassen, braucht es die Vision der digitalen Produktion. Um aber an das Ziel zu kommen, muss die Vision ausbuchstabiert werden. Wie sieht unsere Produktion ganz realistisch aus, wenn sie digital gestützt ist? Und dann geht es ins Detail: Es müssen Teilziele festgesteckt und die Phasen der Neugestaltung beschrieben werden. Daraus ergeben sich detaillierte Arbeitsschritte, die in einem Zeitplan festgehalten werden.

Anstatt also auf die Visionen anderer Unternehmen zu schielen, sollten Unternehmer sich fragen, wie sie ihren Betrieb konkurrenzfähig halten und welche Unternehmensmission den dafür passenden Fokus mit sich bringt. Und dann geht es in einen strukturierten Wandlungsprozess, in dem nach und nach neuen Technologien, Verfahren und ein neues Verständnis implementiert werden.


© 2021 MySolutions AG. All Rights Reserved.